• julianaklee

Nachhaltigkeitsstrategie

Wie richte ich mich nachhaltig aus – und zwar schnell?


Nachhaltigkeit ist längst kein „nice-to-have“ mehr. Sie wird mehr und mehr zum Hygienefaktor – für Kund:innen, Geschäftspartner:innen und Geldgeber:innen . In diesem Artikel finden Sie Argumente für Ihre Nachhaltigkeitsausrichtung und Ansatzpunkte, um direkt zu starten.


  1. Nachhaltigkeitsstrategie: Was ist das und warum ist sie genau jetzt wichtig?

  2. Kribbeln in den Fingern: Wie legen Sie direkt los?

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als das Bienen-Hotel auf dem Dach, die Mehrwegbecher in der Kantine und flexible Arbeitszeiten ausreichten, um seine Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt zu kommunizieren?


Sie ahnen was kommt – diese Zeiten sind vorbei. Eine Nachhaltigkeitsstrategie schafft das Fundament, um das eigene Unternehmen zukunftsfähig auszurichten.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Unternehmen ohne Nachhaltigkeit als unternehmerischen Kernwert, könnten ein Ablaufdatum haben. Wer das vermeiden will, muss gegensteuern.


1. Nachhaltigkeitsstrategie: Was ist das und warum ist sie genau jetzt wichtig? Die Nachhaltigkeitsstrategie ist wie ein unternehmerischer Kompass, der den Kurs in Richtung nachhaltiges Unternehmen behält. Eine Nachhaltigkeitsstrategie sollte zum einen planen wie die negativen Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Menschen reduziert werden. Zum anderen sollte sie eine Handlungsanleitung geben, wie sich das Unternehmen an zukünftige Gegebenheiten durch den Klimawandel anpasst.

Kurz: Wann und wie plant das Unternehmen nachhaltig zu werden. (Not-so-Fun-Fact: Obwohl Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg untrennbar sind, ist im Wirtschaftslexikon keine Definition zur Nachhaltigkeitsstrategie zu finden.)

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum es gerade jetzt Sinn macht, sich als Unternehmen mit seiner Nachhaltigkeitsausrichtung zu beschäftigen.


Die Regulatorik fordert es: Ab 2024 gilt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Sie ist die neue EU-Richtlinie zur CR-Berichterstattung und löst damit die bisherige „Non-Financial Reporting Directive“ (NRFD) ab. Anstatt 15.000 Unternehmen wie bisher, werden zukünftig allein in Deutschland rund 50.000 Unternehmen berichtspflichtig nach CSRD. Ganz konkret heißt das: Jedes dieser 50.000 Unternehmen muss im Lagebericht offenlegen, welche Auswirkungen die Geschäftstätigkeit auf Nachhaltigkeitsthemen hat und wie Nachhaltigkeitsthemen das Geschäft beeinflussen (double materiality). Anders als bisher verlangt die CSRD nicht nur retrospektive sondern auch zukunftsgerichtete Informationen. Dazu gehört beispielsweise eine Aussage, ob und inwiefern das Unternehmen zum 1,5°C Klimaziel beiträgt. Diese Art von Informationen liegt in den wenigsten Unternehmen einfach so vor. Genau deshalb braucht es jetzt eine Nachhaltigkeitsstrategie. Sie steuert die unternehmerischen Entscheidungen der nächsten Jahre und macht ein Unternehmen berichtsfähig. Ohne Nachhaltigkeitsstrategie kann kein Nachhaltigkeitsbericht entstehen. Ein Unternehmen, dass heute eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und interne Strukturen für ein Nachhaltigkeitsmanagement schafft, ist 2024 gut vorbereitet, um über die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Vorjahres (2023) zu berichten.


Sollten Sie nicht direkt von der CSRD Richtlinie betroffen sein, dann sind Sie es indirekt. Denn Ihre CSRD betroffenen Partner, werden die notwenigen Informationen von Ihnen erfragen. Deshalb ist es nur von Ihrem Vorteil dafür bereits fundierte Antworten liefern zu können.



Eigene Darstellung Sustainable Thinking 2022

Die Risiken fürs eigene Geschäft steigen: Vor kurzem machte die Weltmeteorologieorganisation (WMO) mit diesem Titel auf sich aufmerksam „50:50 Chance, dass die globale Temperatur in den nächsten fünf Jahren vorübergehend die Schwelle von 1,5°C erreicht“. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit das Klimaziel bis Ende des Jahrhunderts zu halten wird viel geringer und wir werden in den nächsten Jahren schon mal in den bitteren Vorgeschmack kommen, wie sich die Situation einer 1,5°C Welt anfühlt. Die Gradzahl markiert den Punkt, an dem der Klimawandel spürbar schädlich für Mensch und Umwelt wird. Zu den Hauptrisiken in Europa zählen Hitze, Dürre und Wasserknappheit. Diese Risiken bedrohen direkt und indirekt die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen. Eine Nachhaltigkeitsstrategie kann hier auf zwei Wegen helfen: 1. Bei der Reduzierung der Auswirkungen des Unternehmens auf den Klimawandel (Klimaschutz) und 2. bei der Anpassung des Unternehmens an den Klimawandel (Klimaanpassung).


Kaufkräftige Kunden erwarten es: Besonders die nachkommende Generation-Z oder Fridays for Future Generation konsumiert bewusst und informiert. Die Kaufkraft dieser Generation wird in den nächsten Jahren steigen, sodass sich Konsummuster spürbar verändern. Gerade diese, als „Digital Natives“ bekannte, Generation ist es gewohnt Informationen im Internet zu recherchieren und erwartet dahingehend Transparenz von Unternehmen. Aber auch Kund:innen aller anderen Generationen fragen vermehrt nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Ein Unternehmen, dass seine glaubwürdige und authentische Nachhaltigkeitsausrichtung in Form eines Berichts veröffentlicht, erfüllt diese Erwartung.


2. Kribbeln in den Fingern: Wie legen Sie direkt los?

Vielleicht spüren Sie den Tatendrang direkt in die Umsetzung gehen zu wollen und die Chancen zu nutzen. Da verstehen wir Sie nur zu gut. Mit unserem zielgerichteten und effektiven Nachhaltigkeitsstrategieprozess sind Sie auf dem richtigen Weg. Unsere Zusammenarbeit verläuft über 3 Monate bis zur fertigen Nachhaltigkeitsstrategie. Während dieser Zeit, stehen wir in engem Austausch mit dem Management und den Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Zu ausgewählten Zeiten im Prozess weitet sich der Teilnehmerkreis aus und wir beziehen Fachexpert:Innen des Unternehmens ein. Im Detail haben die einzelnen Schritte folgende Ziele:

1. Analyse // Bestandsaufnahme: Den Status Quo und heutige Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken Ihres Unternehmens in Bezug auf Nachhaltigkeit verstehen. Im Fragebogenformat tauschen wir strukturiert Informationen aus und schaffen eine gemeinsame Startbasis.


2. Priorisierung // Erarbeitung strategischer Prioritäten: Ihre Themen aus der Bestandsaufnahme mit Ihrer Wertschöpfungskette und Stakeholdern in Verbindung bringen, Zusammenhänge verstehen und unter Einbindung der Expert:innen Ihrer Organisation strategische Prioritäten diskutieren. Dazu nutzen wir das Workshopformat und weiten den Teilnehmerkreis auf relevante Fachbereiche aus. Im Vordergrund steht die Frage nach Wesentlichkeit, d.h.

  • Wie viel Einfluss hat das Thema auf Ihr Unternehmen und Ihre Stakeholder (outside-in Perspektive)?

  • Wie beeinflussen Ihre Unternehmensaktivitäten Mensch und Umwelt (inside-out Perspektive)?

Sobald alle Themen entlang dieser Dimensionen bewertet sind, lassen sich strategische Prioritäten ableiten (Tendenz: Hoher Einfluss auf das Unternehmen und/ oder das Unternehmen hat großen Einfluss auf ein Thema).

3. Konkretisierung // Strategische Zielsetzung: Eine strategische Priorität ist noch kein handlungsweisendes Ziel! Im nächsten Schritt muss das Management die Frage beantworten, wie sie strategisch auf die priorisierten Themen einzahlen wollen.

  • Wie weit wollen Sie springen? Wo wollen Sie eine Kursänderung einleiten? Und wo wollen Sie Maßstäbe setzen?

4. Umsetzungsvorbereitung // Vision und Roadmapentwicklung: Für die strategischen Ziele wird eine Vision entwickelt. Hier arbeiten wir im Workshopformat mit Ihrem Management und relevanten Fachbereichen. Um Ihre Organisation in die Umsetzung zu bringen, wird retrospektiv, von den strategischen Zielen ausgehend, eine Roadmap mit Maßnahmen und Zeithorizonten zur Zielerreichung erstellt. Nun kann die unternehmensindividuelle Maßnahmenumsetzung starten!

Der Prozess ist strukturiert und angeleitet, sodass er Ihren organisatorischen Aufwand erheblich reduziert. Als Ergebnis stehen Ihre Strategie und Roadmap, die innerhalb des Unternehmens legitimiert und akzeptiert sind. Die Strategie gibt Ihnen die Möglichkeit zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Nach Bedarf begleiten wir Sie bei Ihrer Umsetzung.


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