• julianaklee

Die Magie unserer Thinking Circles

mit viel Know-how zu gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften mit Unternehmen

Kurzer Reality-Check: Das, was wir machen ist keine Magie. Es ist harte Arbeit und Erfahrungswissen, eine Idee geboren aus Mut neue Wege zu gehen. Heute teilen wir unsere Erkenntnisse. Weil wir daran glauben, dass mehr Unternehmen neue Wege gehen müssen, um schneller mehr in Sachen Nachhaltigkeit zu erreichen.


Inhalte

  1. So funktioniert ein Thinking Circle

  2. Das macht die Thinking Circles so erfolgreich

  3. SustaiNet: zu den Fakten

  4. Unsere Learnings aus einem Jahr SustaiNet

  5. Praktische Relevanz der einzelnen Themen

  6. Stärkung neuer Kompetenzen und persönliche Weiterentwicklung

  7. Erfahrungsaustausch

  8. Planung und Organisation der einzelnen Meetings sowie Moderation

  9. Atmosphäre im Team


#1 So funktioniert ein Thinking Circle

Wir haben einen klaren Purpose. Wir beschleunigen die nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Das haben wir uns dick und fett auf die Fahne geschrieben. Soweit so gut. Aufschreiben ist das eine, machen das andere. Vor gut 2 Jahren hatten wir dann die zündende Idee, die uns ein Stück näher an unseren Purpose gebracht hat. Wir bringen Expert*innen aus Unternehmen über ein Jahr zusammen, damit sie nicht mehr jeder für sich, sondern gemeinsam an ihren Nachhaltigkeitsthemen arbeiten.


Konkret sieht das Ganze so aus: Unternehmensvertreter*innen von bis zu 8 Firmen arbeiten ein Jahr lang zusammen und treffen sich monatlich in Workshops. Gemeinsam werden konkrete Nachhaltigkeitsziele und Maßnahmen erarbeitet, passend zu den jeweiligen Kernfragen der Unternehmen. Wir sind immer als Moderatorinnen dabei und geben fachlichen Input zu Risiko- und Nachhaltigkeitsthemen, Prozesssicherheit und Inspiration.


Klingt wie das nächste Netzwerk? Der große Unterschied: Im Thinking Circle arbeiten überorganisationale Teams an den Themen, die sie sowieso bearbeiten müssen. Zum Beispiel an der gemeinsamen Entwicklung eines Code of Conduct oder der Risikoanalyse ihrer Lieferländer. Das Maß an Vertrauen, Kommunikation und Kooperation ist deutlich größer als in klassischen Netzwerken. Daher achten wir auch darauf, dass ein Thinking Circle aus nicht mehr als acht Unternehmen besteht. Diese Form des Wirtschaftens nennt man auch gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften. Und weil wir von dem Ansatz überzeugt sind, haben wir uns darin auch von und mit dem Myzelium weitergebildet. Hinter der Magie steckt am Ende also vor allem eins: viel Know-how zu gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften mit Unternehmen.


#2 Das macht die Thinking Circles so erfolgreich

Besonders bei komplexen Nachhaltigkeitsherausforderungen bei denen nicht auf Erfahrungswissen innerhalb eines Unternehmens zurückgegriffen werden kann und neue konkrete Lösungen gebraucht werden, bieten die Thinking Circles eine zielführende Struktur. In der Zwischenzeit haben wir vier Thinking Circles gestartet. Manche laufen noch und einer geht nun sogar in das zweite Jahr. Wir haben viel gelernt auf dem Weg: über unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, wie man unterschiedliches Know-how transparent macht und nutzt und wie man aus acht Unternehmen mit je zwei Vertreter*innen ein Team bildet. Heute möchten wir diese Learnings mit euch teilen, denn es gilt mehr denn je: gemeinsam mehr erreichen! Wir nutzen die Ergebnisse einer Befragung bei unserem Paradebeispiel. Dem Thinking Circle namens SustaiNet.


# SustaiNet: zu den Fakten

Gestartet im September 2021 hat das SustaiNet das Ziel, gemeinsam nachhaltigere Lieferketten nach dem LkSG aufzubauen. Mit dabei sind sieben Unternehmen aus dem Maschinenbau und Gerätebereich. Wir haben die Mitgliedsfirmen befragt, was für sie das Besondere an der Zusammenarbeit im SustaiNet ist. Kurzum: Das positive Feedback bestätigt uns und unseren Thinking Circle Ansatz.


# Unsere Learnings aus einem Jahr SustaiNet


Allgemeine Bewertungsübersicht

1. Praktische Relevanz der einzelnen Themen

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ist sehr neu und vor allem anspruchsvoll. Umso wichtiger ist, dass Unternehmen in der Gemeinschaft praktische Umsetzungshilfen an die Hand bekommen. Die Zahlen zeigen, wir erarbeiten Lösungen für Themen, die eine praktische Relevanz für die Mitglieder haben. Seit Beginn des SustaiNets haben wir in rund 12 Workshops 8 direkt anwendbare Tools/ Leitfäden erarbeitet und laufend neue Handlungsfelder identifiziert. Entwickelt wurde beispielsweise ein LkSG konformer Code of Conduct Draft, ein Vorgehen für die Bewertung von Länderrisiken und ein Lieferanten- und Lieferketten-Mapping. Die Zufriedenheit mit der Arbeit an den Themen, bestätigt unseren Erfolg.


2. Stärkung neuer Kompetenzen und persönliche Weiterentwicklung

Die Befragung zeigt, dass sich die Mitglieder nach knapp einem Jahr sicherer fühlen in Bezug auf den übergeordneten Themenbereich des LkSG:

Darstellung des einfachen Mittelwertes von Start- und Endzeitpunkt des Thinking Circles

Darüber hinaus konnten die Kompetenzen in den Bereichen gestärkt werden, wo die Teams praktische Lösungen erarbeitet haben. Die folgende Abbildung zeigt diese Entwicklung über den Zeitverlauf von einem Jahr und zu drei unterschiedlichen Befragungszeiträumen.



3. Erfahrungsaustausch

Wir haben ein schlagkräftiges Kernteam aus 7 Unternehmen mit 18 Entscheider:innen und Spezialist:innen etabliert. Bis zu 20 weitere Expert:innen aus den Qualitäts-, Lieferanten- und Sustainable Supply Chain Management Bereichen werden durch uns unternehmensübergreifend mit eingebunden.


Und was brachte das SustaiNet auf persönlicher Ebene?

  • Fachlicher und offener Austausch

  • Kollegiale Fallberatung zu spezifischen Herausforderungen

  • Ansprechpartner:innen

  • Ideen, neue Blickwinkel, Inspiration und wertvolle Denkansätze

  • Kennenlernen von Menschen mit den gleichen Problemen

  • Firmenübergreifender Wissensaustausch


4. Planung und Organisation der einzelnen Meetings sowie Moderation

Sustainable Thinking trägt die Verantwortung für die Planung und den reibungslosen Ablauf der Termine. Wir schaffen einen vertrauensvollen Raum, wo sich die Teilnehmenden wohlfühlen und öffnen. Motivation und Interaktion werden von unserer Seite gefördert. Wir geben den nötigen Push und erfassen kontinuierlich die fachlichen und persönlichen Bedürfnisse. Und diese von uns so sehr geliebte Arbeit, wird zusätzlich von den Mitgliedern positiv bewertet.


„Ein rundum zielführender, konstruktiver und zielorientierter Austausch mit viel Mehrwert für alle Beteiligten, abgerundet durch eine hervorragende Organisation und Moderation durch Sina und Lina!“ – SustaiNet Mitglied

5. Atmosphäre im Team

Ja, auch wir haben ein paar Prinzipien, damit die Zusammenarbeit in einem solch diversen Team gelingt. Denn jede Person kommt mit eigenen Grundannahmen und Erfahrungen in einen Thinking Circle, welche zudem geprägt sind durch die individuelle Unternehmenskultur. Hier schauen wir besonders gut hin:


„Die Zusammensetzung der Teams/Unternehmen ist sehr harmonisch. Man hat sich von Anfang an offen austauschen können.“ – SustaiNet Mitglied

Um eine gute und vertrauensvoll Atmosphäre zu schaffen, arbeiten wir mit ein paar Prinzipien. Wir sind davon überzeugt, diese bilden neben Vertraulichkeitsvereinbarungen und kartellrechtlichen Vereinbarungen die Grundlage für den Erfolg.


Prinzip 1: Jeder trägt die Verantwortung für das Gelingen des SustaiNet

Das SustaiNet ist nur so gut wie die Mitarbeit und Impulse aller Mitglieder. Wir bringen uns aktiv ein. Wünsche und Anregungen tragen wir jederzeit an Sina und Lina heran.


Prinzip 2: Verlässlichkeit

Wir halten uns an Absprachen im Team, nehmen an den Treffen teil und sagen unsere Teilnahme bei Sina und dem eigenen Team ab, wenn es mal nicht möglich ist dabei zu sein.


Prinzip 3: Kontinuität

Wir verstehen uns als beständige Teammitglieder.


„Sinas und Linas Begeisterung für Kooperation und Nachhaltigkeit schafft im SustaiNet eine offene von gegenseitiger Unterstützung geprägte Arbeitsatmosphäre, die diesen Austausch (neben den inhaltlichen Ergebnissen) so wertvoll macht.“ – SustaiNet Mitglied



Und wie stehts nun um den Net Promoter score? Lässt sich sehen! ;-)

Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit würden uns die SustaiNet Teilnehmenden weiterempfehlen!





Wie Sie sehen: solch ein Thinking Circle lebt von harter Arbeit, Begeisterung und Durchhaltevermögen. Einen Zaubertrick gibt es nicht. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass durch leidenschaftliches gemeinsames Streben nach mehr, man auf dem Weg Magisches erleben kann.




Sie wollen selbst einen Thinking Circle starten oder Teil eines unser neuen Thinking Circles werden? Dann informieren sie sich hier oder kommen sie direkt zu auf sina.wans@sustainable-thinking.de





Bildquelle: Unsplash